11. Wiener Internationaler
51. Österreichischer Geriatriekongress

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Sie können das Programm hier herunterladen.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der Geriatrie!

Der Wiener Internationale Geriatriekongress 2011 wird unter dem Motto AUTONOMIE stehen.

Autonomie im Sinne der PatientInnen, kompetent alternder Menschen, die in medizinische Fragestellungen, Diagnostik und Therapie, aber auch pflegerische Unterstützungen aktiv einbezogen werden wollen.
Autonomie im Sinne aller Maßnahmen, die zum Erhalt der Selbsthilfefähigkeit und Verhinderung oder Verzögerung der Pflegeabhängigkeit beitragen. Autonomie im Sinne der Technologieentwicklungen, die Funktionsdefizite ausgleichen und damit zur Teilhabe eines Menschen, auch bis zur letzten Lebensphase hin beitragen.
Autonomie im Sinne eines sich entwickelnden medizinischen Fachgebietes mit fachlich medizinischem Selbstbewusstsein. Autonomie im Sinne eines multiprofessionellen und interdisziplinären Dialogs, der dazu beiträgt eine Patientin, einen Patienten nicht nur in einer Dimension zu erfassen und zu behandeln.
Autonomie im Sinne der universitären Lehre, einer Geriatrie, die sich nicht nur als Anhängsel zu allen übrigen Fächern, die sich auch mit dem alten Menschen befassen, versteht.
Autonomie im Sinne einer sich fortentwickelnden Wissenschaftlichkeit, die sich über isolierte Organdiagnosen hinaus zu einem komplexen Denken und Forschen entwickelt.
Sie sehen also, dass der Begriff der Autonomie so breit verstanden werden kann, dass die vielfältigen Aspekte der Gesundheitsvorsorge, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Palliation für ältere Menschen Raum finden. Länderübergreifende Überlegungen zum Thema Strukturentwicklung, Sozialversicherungssysteme, gesundheitspolitische Verantwortung, Lehre und Forschung sollen diese medizin- und pflegeorientierten Überlegungen abrunden.
Nur in einer Facette des Kongresses kann der Begriff Autonomie nicht mehr angewandt werden. Im Laufe der Jahre ist diese größte deutschsprachige Veranstaltung der Geriatrie zu einem bunten Puzzle an Unterstützern, Wegbegleitern und Mitorganisatoren geworden – keiner ist für die Geriatrie, für die Bedürfnisse alter und hochbetagter Menschen autonom verantwortlich. Nur das Netzwerk trägt dazu bei, dass wir nachhaltigen Erfolg im Sinne der Geriatrie erreichen können.
Wir freuen uns auf Ihre interessanten Beiträge, eine fachübergreifende Diskussion und eine gute Stimmung.
Prof. Dr. Werner Vogel
Prim. Dr. Katharina Pils